Ergänzt den Essay „Text, Buch, Exemplar und Messe“
Christopher Hönig spricht auf der Leipziger Buchmesse 2026 über Selfpublishing, Messekosten, Buchverkäufe, TikTok, Sichtbarkeit und das Buch als Form des Erzählens. Die Folge ergänzt den Hör-Essay „Text, Buch, Exemplar und Messe“ im Format Restspannung-Interviews.
Zum Inhalt des Interviews
Christopher Hönig ist Autor und Selfpublisher. Auf der Leipziger Buchmesse 2026 steht er mit eigenen Büchern am Messestand und spricht über das, was für unabhängige Autorinnen und Autoren konkret zählt: Sichtbarkeit, direkte Begegnung, neue Leserinnen und Leser – und die Frage, ob sich ein Messeauftritt wirtschaftlich trägt.
Im Gespräch geht es zunächst um den Weg nach Leipzig: Hönig beschreibt, wie er über eine Kollegin auf die Messe kam, warum der eigene Stand zunächst ein finanzielles Risiko ist und weshalb die Buchmesse für Selfpublisher dennoch attraktiv sein kann. Die Messe erscheint hier nicht nur als Ort der Präsentation, sondern als Arbeitsraum: für Verkauf, Gespräch, Netzwerk und Reichweite.
Ein zweiter Schwerpunkt ist das Buch selbst. Hönig kommt ursprünglich vom Film und hat Drehbuch studiert. Zurück zum Buch führt ihn vor allem die größere Freiheit des Erzählens: keine Budgets, keine Produktionszwänge, keine Umsetzungsgrenzen. Das Buch wird in dieser Perspektive zu einer Form, in der Fantasie unmittelbarer erzählbar bleibt.
Zugleich trennt Hönig die erzählte Geschichte vom einzelnen Medium. Ob sie als gedrucktes Buch, E-Book oder Hörbuch erscheint, ist für ihn weniger entscheidend als die Geschichte selbst. Damit berührt das Gespräch einen zentralen Gedanken des Hör-Essays „Text, Buch, Exemplar und Messe“: Der Text ist nicht identisch mit dem Buch – aber das Buch bleibt eine besondere Form, in der Erzählen sichtbar, greifbar und verkäuflich wird.
Im zweiten Teil des Interviews, zwei Tage später, geht es um Messebilanz, Buchverkäufe und Marketing. Hönig spricht über sein visuelles Erkennungsmerkmal, das rote Luftschiff, über TikTok und Instagram als Vorbereitung auf die Messe und über die Erfahrung, dass Social Media aufwendig ist, aber beim Bekanntwerden und Verkaufen helfen kann.
Diese Folge ist das erste Gespräch der Reihe „Restspannung-Interviews“. Die Reihe ergänzt den Essay-Podcast „Restspannung“ durch Gespräche, die einzelne Motive, Stimmen und Beobachtungen aus dem Essay-Kontext vertiefen.